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Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sage dir...

  • Mar 2
  • 1 min read

Es gibt gute Freunde/Freundinnen und es gibt schlechte Freunde/Freundinnen.


Die Angst ist eine faule Freundin. Sie rührt sich nicht vom Fleck. Sie schwitzt und riecht nach nächtlichen Albträumen. Sie hält dich fest. Sie bewahrt deinen Hausstand. Alles soll bleiben, wie es ist. Sie schützt dich vor gefährlichen Abenteuern. Wenn dir das recht ist, kannst du mit ihr getrost alt werden.


Und der Verstand? Er ist ein elender Bremser. Er kommt mit Waage und Messband daher und drückt sie dir in die Hand. Du solltest wissen, was du tust, flüstert er ständig vor sich hin, deine Schritte präzise berechnen, ihre Anzahl exakt zählen, das Gewicht deiner Worte vorab auf die Waagschale legen: Der Ver-Stand zwingt dich zum Stand, zum Innehalten, Abwägen und Verwerfen.


Pass auf, dass du den beiden Gesellen kein Quartier gewährst. Sonst tanzen sie dir Hand in Hand auf der Nase herum.


Und die dritte im Bunde? Kennst du die Freundin Neugier? Ein zartes Pflänzchen erst, das bald schon farbige Blüten treibt. Drücke ihr nicht die Augen zu, die Ohren und den Mund. Lass sie wachsen. Sie verjagt den abgestandenen Mief, öffnet Fenster und Türen und zeigt dir die Brücken über tiefe Schluchten. Sie reist gerne auf fließenden Bächen in eine hellere Zukunft.


Mit der Neu-gier siehst du das Licht am Horizont. Mit der Angst-gier wird es bald keine Wünsche mehr geben. Und mit der Vernunft-gier musst du ständig feilschen und bist bald zu müde zum Aufbruch.


Du hast die Wahl: Such dir die richtigen Freunde/Freundinnen fürs Leben!

 
 
 

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